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Embryonenspende in Zypern

Embryonenspende in Zypern
Kıbrıs Embriyo Donasyonu

Embryonenspende in Zypern

Die Embryonenspende ist eine Behandlungsmethode für Paare, die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. Dabei werden überzählige Embryonen aus einer IVF-Behandlung an ein anderes Paar gespendet, um dessen Kinderwunsch zu erfüllen.

Diese Methode bietet unfruchtbaren Paaren eine zusätzliche Möglichkeit zur Familiengründung und verhindert zugleich, dass ungenutzte Embryonen verworfen werden. Das spendende Paar kann Embryonen, die während einer IVF-Behandlung erzeugt, aber nicht verwendet wurden, zur Verfügung stellen. Die gespendeten Embryonen werden anschließend in die Gebärmutter der Empfängerin übertragen, wodurch die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht wird.

Ein Embryo entsteht durch die Befruchtung einer Eizelle mit einem Spermium. Bei der Embryonenspende werden sowohl die Eizelle als auch die Samenzelle von Spendern bereitgestellt. Nach der Befruchtung im Labor wird der entstandene Embryo in die Gebärmutter der Empfängerin eingesetzt. Dadurch erhalten Paare mit unerfülltem Kinderwunsch die Möglichkeit, eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes zu erleben.

Für wen ist die Embryonenspende geeignet?

Die Embryonenspende ist für Paare geeignet, die sowohl eine Eizell- als auch eine Samenspende benötigen, sowie für alleinstehende Personen mit Kinderwunsch. Alleinstehende Frauen ohne eigene Eizellen oder in fortgeschrittenem Alter können durch den Transfer von Embryonen, die aus gespendeten Eizellen und Spermien entstanden sind, schwanger werden.

Darüber hinaus wird die Embryonenspende auch Paaren empfohlen, bei denen aufgrund genetischer Ursachen sowohl die Eizellen als auch die Spermien genetische Auffälligkeiten aufweisen. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, ihren Kinderwunsch mit gespendeten Embryonen zu verwirklichen.

  1. Frauen mit verminderter Eierstockreserve
  2. Paare mit eingeschränkter oder fehlender Spermienproduktion des Mannes
  3. Paare mit wiederholten erfolglosen IVF-Behandlungen
  4. Paare mit genetischen Erkrankungen oder genetischen Risiken
  5. Paare, bei denen andere Kinderwunschbehandlungen wie Insemination oder IVF nicht erfolgreich waren
  6. Paare mit wiederholten Fehlgeburten
  7. LGBT+-Paare (Frauen-Frauen- und Männer-Männer-Paare)
  8. Paare im Adoptionsverfahren

Embryonenspende Mit Kryokonservierten Embryonen

Nach den in der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) geltenden gesetzlichen Bestimmungen ist die Verwendung von Embryonen, die von anderen Personen nicht genutzt und zur Spende freigegeben wurden, nicht erlaubt. In unserer Klinik werden solche Embryonen daher keinesfalls verwendet. Stattdessen nutzen wir Embryonen, die aus Eizellen und Spermien von Spendern entstehen, die von den Empfängern selbst ausgewählt wurden.

Ablauf Der Embryonenspende

  1. Anmeldung: Der erste Schritt besteht darin, dass Paare oder Einzelpersonen mit Interesse an einer Embryonenspende Kontakt zu einer Kinderwunschklinik oder einem Fruchtbarkeitszentrum aufnehmen.
  2. Bewertung: Die Klinik beurteilt die Antragsteller anhand verschiedener medizinischer Untersuchungen und Tests. Dabei werden Faktoren wie Krankengeschichte, Alter, Gesundheitszustand und weitere Kriterien berücksichtigt, um die Eignung für die Behandlung festzustellen.
  3. Embryonenauswahl: Die Empfänger wählen die Embryonen aus, die aus den von ihnen ausgewählten Spender-Eizellen und Spender-Spermien erzeugt werden. Dabei werden verschiedene Merkmale und medizinische Faktoren berücksichtigt.
  4. Vorbereitung: Vor der Behandlung werden medizinische Untersuchungen durchgeführt. Zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin können hormonelle Medikamente eingesetzt werden.
  5. Transfer: Nach Abschluss der Vorbereitungsphase wird der Embryo in die Gebärmutter der Empfängerin übertragen. Der Embryotransfer ist ein einfacher medizinischer Eingriff und erfordert keine Narkose.
  6. Nachsorge: Nach dem Embryotransfer wird die Empfängerin regelmäßig überwacht und Schwangerschaftstests werden durchgeführt. Bei erfolgreicher Schwangerschaft erfolgt eine kontinuierliche medizinische Betreuung während der gesamten Schwangerschaft.

Hysterosalpingographie (HSG)

Mit dieser Untersuchung können zwei wichtige Aspekte beurteilt werden. Erstens lassen sich Formveränderungen der Gebärmutter sowie raumfordernde Veränderungen wie Myome oder Polypen erkennen. In solchen Fällen kann das Problem meist durch einen hysteroskopischen Eingriff behoben werden. Angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter, sogenannte Müller-Gang-Anomalien, können zu Frühgeburten führen. Daher wird in diesen Fällen häufig ein Single-Embryo-Transfer empfohlen.

Zweitens können Verwachsungen in der Gebärmutter festgestellt werden, die nach Ausschabungen, Operationen oder anderen Eingriffen entstehen können. Es ist wichtig, diese Probleme vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung zu behandeln, um die Erfolgschancen der Therapie zu erhöhen.

Blutuntersuchungen Bei Der Embryonenspende

Bei der Frau, die die Schwangerschaft austragen wird, werden zunächst die üblichen Standarduntersuchungen durchgeführt. Dazu gehören Tests auf Infektionskrankheiten, Schilddrüsenuntersuchungen sowie verschiedene hämatologische und biochemische Bluttests.

Körperliche Untersuchung

Vor Beginn der Behandlung werden die medizinische Vorgeschichte sowie die Familienanamnese der Patientin sorgfältig erfasst. Bei Verdacht auf gesundheitliche Risiken werden zusätzliche Konsultationen mit Fachärzten, beispielsweise aus den Bereichen Kardiologie oder Innere Medizin, angefordert. Je nach individueller Situation können weitere Untersuchungen und diagnostische Tests notwendig sein. Ziel dieser umfassenden Abklärung ist es, optimale Voraussetzungen für einen komplikationslosen Schwangerschaftsverlauf zu schaffen.

Ultraschalluntersuchung

Ziel dieser Untersuchung ist es, mögliche Zysten oder andere auffällige Strukturen im Bauch- und Beckenbereich zu erkennen. Durch die Ultraschalluntersuchung können vorhandene Veränderungen frühzeitig festgestellt und vor Beginn der Behandlung entsprechend beurteilt werden.

Endometrium

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist das Gewebe, das die Innenseite der Gebärmutter auskleidet. Eine sorgfältige Beurteilung mittels Ultraschall ist von entscheidender Bedeutung. Frühere Eingriffe in der Gebärmutter können das Endometrium dauerhaft beeinträchtigen und seine Funktion negativ beeinflussen.

Bei Frauen mit regelmäßigem Menstruationszyklus sollte das Endometrium idealerweise zwischen dem 14. und 27. Zyklustag untersucht werden.

Bei Frauen in den Wechseljahren erfolgt die Beurteilung in der Regel nach einer 14-tägigen Behandlung mit Östrogen, um die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut zuverlässig bewerten zu können.

Vorbereitung Der Eizellspenderin

Der Prozess beginnt zunächst mit der Auswahl einer geeigneten Eizellspenderin. Es ist wichtig, sowohl die Eizellspenderin als auch den Samenspender entsprechend den Blutgruppen der Empfängerfamilie auszuwählen. Stimmen die Blutgruppen des geborenen Kindes nicht mit denen der sozialen Eltern überein, kann dies zu verschiedenen psychologischen und sozialen Herausforderungen führen.

Tests Für Die Eizellspenderin Bei Der Embryonenspende

Diese Tests umfassen unter anderem folgende Untersuchungen

Serologische Tests

  • VDRL (Syphilis-Test)
  • HBsAg (Hepatitis B)
  • Anti-HCV (Hepatitis C)
  • HIV Duo-Test (HIV 1 und 2)

Embryonenspende HÄMATOLOGISCHE TESTS

Vollständiges Blutbild, mit diesem Test wird untersucht, ob bei der Eizellspenderin im Zusammenhang mit der geplanten Eizellentnahme irgendein Risiko besteht.

Blutarmut, Thrombozytopenie, die zu Gerinnungsstörungen führen kann, sowie Infektionen werden beurteilt.

Gerinnungstests, aPTT- und PT/INR-Tests werden durchgeführt.

Embryonenspende Genetische Tests

KARYOTYP

Vorrangig ist es notwendig, selbst bei Spenderinnen, die bereits geboren haben, eine Chromosomenanalyse, den sogenannten Karyotyp, durchzuführen. Manchmal treten Störungen der Geschlechtschromosomen beim ersten Kind nicht auf.

ZYSTISCHE FIBROSE

Dies ist eine erbliche Erkrankung, die insbesondere bei Menschen europäischer Herkunft häufig vorkommen kann. Daher sollte bei Spendern unbedingt ein Screening durchgeführt werden.

MITTELMEERANÄMIE

Diese Erkrankung ist auch als Thalassämie bekannt. Sie kommt insbesondere in den Mittelmeerländern häufig vor. Die Untersuchung erfolgt mittels Hämoglobin-Elektrophorese.

Recombine-Test Für Die Embryonenspende

Mit diesem Test können nahezu 500 der häufigsten erblichen Erkrankungen untersucht werden. Die Kosten dieses Tests betragen etwa 1.000 €.

CentoScreen®️ Carrier Screening Test

Inhalt:

Comprehensive Screening Panel mit 331 autosomal und X-chromosomal rezessiv vererbten Erkrankungen.

Sequenzierung:

≥ 20x Coverage

CNV-Reporting für 34 Gene

Zusätzliche Analysen für SMN1, FMR1 und CYP21A2 enthalten.

Die Bearbeitungszeit beträgt bei beiden Tests 3–4 Wochen.

Die Kosten dieses Tests betragen ebenfalls etwa 1.000 €.

Die Recombine- und CentoScreen-Tests werden auf Wunsch durchgeführt und die Patienten tragen die Kosten hierfür zusätzlich.

Die bei der Eizellspenderin durchzuführenden Untersuchungen können je nach Wunsch der Patienten variieren.

Die oben genannten Blutuntersuchungen gehören zu den Standardtests.

Mündliche Beurteilungen Der Eizellspenderin

Mit Unterstützung der in unserer Klinik tätigen Psychologen werden bei der Eizellspenderin folgende Untersuchungen durchgeführt:

PSYCHOLOGISCHE TESTS

Durch diese Tests wird nach verschiedenen psychischen Erkrankungen gesucht, bei denen ein möglicher erblicher Hintergrund vermutet wird. Dabei werden unter anderem Schizophrenie, Paranoia, Persönlichkeitsstörungen, Oligophrenien und zyklophrene Erkrankungen untersucht.

Auf Wunsch kann zusätzlich ein IQ-Test durchgeführt werden.

In unserer Klinik arbeiten wir ausschließlich mit Spenderinnen, die mindestens einen Schulabschluss auf Gymnasialniveau besitzen.

DONORAUSWAHL BEI DER EMBRYONENSPENDE

Eizellspenderinnen sind aufgrund der Schwierigkeit und des Zeitaufwands des Verfahrens mit einem erheblichen Arbeitsausfall konfrontiert. Daher wird in Ländern, in denen die Eizellspende erlaubt ist, zumindest der gesamte Verdienstausfall der Spenderin ausgeglichen. In England erhalten Spenderinnen eine Vergütung von maximal etwa 4.400 ₺, während in Israel der vom Staat festgelegte Betrag mindestens 27.000 ₺ beträgt.

Die Mindestkosten der renommierten südafrikanischen Agenturen, die mit unserer Klinik zusammenarbeiten, liegen bei 70.000 ₺. Da die Vergütung in England sehr niedrig ist, spendet kaum eine britische Spenderin im eigenen Land. Aus diesem Grund reisen etwa 90 % der britischen Patientinnen für eine Spendenbehandlung ins Ausland.

Heute stammen die in Europa und Asien am häufigsten bevorzugten Spenderinnen aus den ehemaligen Ländern der UdSSR, insbesondere aus der Ukraine und Russland. Der wichtigste Grund für diese Präferenz sind ihre körperlichen und athletischen Eigenschaften. Die wirtschaftlichsten Spenderinnen mit den besten Merkmalen werden aus diesen Ländern ausgewählt.

Da das Heiratsalter in diesen Ländern relativ niedrig ist, werden viele dieser Spenderinnen bereits in jungen Jahren Mutter. Der Erhalt von Eizellen von jungen Müttern gilt als vorteilhaft. Eine Spenderin, die bereits ein gesundes Kind geboren hat, wird als vertrauenswürdiger angesehen als eine Spenderin ohne Geburtserfahrung.

BEVORZUGTE EIGENSCHAFTEN BEI DER EIZELLSPENDERIN

ALTER DER SPENDERIN

Das wichtigste Kriterium ist das Alter der Spenderin. Wir verwenden keine Spenderinnen über 30 Jahre. Eizellen von jüngeren Spenderinnen erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung.

Darüber hinaus wird durch die Verwendung von Eizellen junger Spenderinnen das Risiko bestimmter erblich bedingter Erkrankungen beim Kind reduziert (wie beispielsweise das Down-Syndrom oder das Edwards-Syndrom).

GESUNDES KIND ODER GESUNDE KINDER DER SPENDERIN

Dass die Spenderin bereits gesunde Kinder hat, verringert die Wahrscheinlichkeit des Auftretens erblicher Erkrankungen.

Wenn die Spenderin sowohl weibliche als auch männliche Kinder hat, reduziert dies außerdem das Risiko von geschlechtschromosomal bedingten Erkrankungen, die über das X- oder Y-Chromosom vererbt werden können.

KÖRPERGRÖSSE

In unserer Klinik verwenden wir keine Spenderinnen mit einer Körpergröße unter 165 cm. Unsere Patienten bevorzugen keine kleinwüchsigen Spenderinnen.

AUGENFARBE

Die Auswahl der Eizell- und Samenspender sollte entsprechend der Augenfarbe der Wunscheltern erfolgen. Werden bei Eltern mit heller Augenfarbe Eizellen oder Spermien von Spendern mit dunkler Augenfarbe verwendet, kann das Kind dunkle Augen haben. Da dies nach den Vererbungsregeln unerwartet sein kann, kann es später zu psychologischen und sozialen Problemen für das Kind und seine Familie führen.

HAUTFARBE DER SPENDERIN

Wie bekannt ist, beeinflusst die Hautfarbe beziehungsweise der Hautton der Spender die Hautfarbe des zukünftigen Kindes. Dunkle Hautmerkmale wirken dabei dominant. Die Hautfarbe der Wunscheltern sollte berücksichtigt werden, und es ist für die Empfänger ratsam, den Empfehlungen eines erfahrenen Arztes zu folgen. Unsere über 30-jährige Erfahrung erleichtert die Auswahl der am besten geeigneten Spenderin für unsere Patienten.

BILDUNGSNIVEAU DER SPENDERIN BEI DER EMBRYONENSPENDE

Die Bildungssysteme unterscheiden sich von Land zu Land. In vielen ehemaligen Ostblockstaaten werden Universitätsabschlüsse vergleichsweise leicht vergeben. Während in Ländern wie den USA, Kanada und der Türkei bestimmte Standards gelten, ist das Bildungsniveau in einigen Fachbereichen in Ländern wie Turkmenistan, Aserbaidschan und der Ukraine, die früher zum sozialistischen Block gehörten, unterschiedlich.

Das Bildungsniveau ist kein direkter Parameter für die Intelligenz einer Spenderin. Allerdings können Absolventen anspruchsvoller und selektiver Bildungseinrichtungen teilweise Rückschlüsse auf die geistigen Fähigkeiten der Spenderin zulassen. Kinder von Familien mit guter Ausbildung absolvieren häufig ebenfalls erfolgreich höhere Bildungswege. Andererseits gibt es viele Beispiele von Kindern wenig gebildeter Eltern, die sehr erfolgreich sind.

Der IQ wird eher vom Vater und der EQ (emotionale Intelligenz) eher von der Mutter beeinflusst. Der Erfolg eines Kindes hängt jedoch auch sehr stark von seinem sozialen Umfeld und seiner Erziehung ab. Viele psychologische Störungen stehen in engem Zusammenhang mit den Bedingungen der Kindheit. Beispielsweise können Kinder, die Gewalt erfahren, später psychopathische Persönlichkeitsmerkmale entwickeln. Ein gesundes und liebevolles Umfeld ist für die Entwicklung eines Kindes von entscheidender Bedeutung.

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