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Eileiterverschluss

Eileiterverschluss

Eileiterverschluss

Für das Entstehen einer Schwangerschaft müssen die Eileiter der Frau durchgängig sein, damit die Eizelle aufgenommen, mit dem Spermium zusammengeführt und befruchtet werden kann. Ist nur ein Eileiter verschlossen, ist eine natürliche Schwangerschaft erschwert, aber dennoch möglich. Sind jedoch beide Eileiter verschlossen, können Eizelle und Spermium nicht aufeinandertreffen, sodass ohne Behandlung keine natürliche Schwangerschaft möglich ist. Etwa 30 % der weiblich bedingten Unfruchtbarkeit sind auf verschlossene Eileiter zurückzuführen.

Früher wurden verschlossene Eileiter mittels mikrochirurgischer offener Operation behandelt. In den letzten Jahren werden diese Eingriffe jedoch überwiegend laparoskopisch (minimalinvasiv) durchgeführt. Die laparoskopische Mikrochirurgie ermöglicht die Durchführung nahezu aller früheren offenen Eingriffe auf schonende Weise. Frauen, die aufgrund verschlossener Eileiter nicht auf natürlichem Weg schwanger werden können, haben nach einer erfolgreichen laparoskopischen Öffnung der Eileiter innerhalb des ersten Jahres eine Schwangerschaftschance von etwa 60 %.

Wie werden Eileiter geöffnet?

Die operative Öffnung verschlossener Eileiter kann mittels Laparoskopie oder Laparotomie erfolgen. Bei der Laparoskopie wird unterhalb des Bauchnabels ein kleiner Schnitt gesetzt und ein dünnes optisches Instrument in die Bauchhöhle eingeführt. Über eine Kamera können die inneren Strukturen, einschließlich der Eileiter, auf einem Monitor dargestellt werden.

Zusätzlich werden weitere kleine Zugänge geschaffen, durch die spezielle Instrumente eingeführt werden. Dadurch kann die Operation mit minimalen Schnitten und ohne Beeinträchtigung des ästhetischen Erscheinungsbildes durchgeführt werden. Die Laparotomie hingegen erfolgt über einen größeren Bauchschnitt und wird heutzutage deutlich seltener angewendet.

Eileiteröffnung oder IVF-Behandlung?

Bei Paaren, die aufgrund verschlossener Eileiter keine natürliche Schwangerschaft erreichen können, sollte zunächst die Möglichkeit einer laparoskopischen Eileiteröffnung geprüft werden. Während häufig direkt eine IVF-Behandlung empfohlen wird, sieht der in vielen europäischen Ländern bevorzugte Behandlungsansatz zunächst die laparoskopische Chirurgie vor.

Nach erfolgreicher Öffnung der Eileiter wird dem Paar in der Regel empfohlen, zunächst eine natürliche Schwangerschaft anzustreben. Die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Schwangerschaft innerhalb des ersten Jahres nach dem Eingriff liegt bei etwa 60 %. Erst wenn nach ein bis zwei Jahren keine Schwangerschaft eintritt, sollte eine IVF-Behandlung in Betracht gezogen werden.

Sollte bei jedem Eileiterverschluss eine Laparoskopie durchgeführt werden?

Nein. Nicht jede Patientin mit verschlossenen oder geschädigten Eileitern ist für eine laparoskopische Operation geeignet. Sind die Eileiter stark geschädigt, erweitert, mit Flüssigkeit gefüllt (Hydrosalpinx) oder teilweise entfernt worden, ist eine laparoskopische Rekonstruktion in der Regel nicht sinnvoll.

Bei schwer geschädigten Eileitern bringt die Lösung von Verwachsungen oder eine Wiedereröffnung meist keinen Nutzen. In solchen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft gering, während das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöht sein kann.

Risiken einer Eileiteroperation

Wie jeder chirurgische Eingriff birgt auch die Öffnung der Eileiter gewisse Risiken. Nach einer erfolgreichen Wiedereröffnung besteht beispielsweise ein erhöhtes Risiko für eine Eileiterschwangerschaft. Dieses Risiko ist besonders hoch, wenn die Eileiter bereits zuvor geschädigt waren.

Frauen mit bekannten Eileiterschäden sollten daher bei Ausbleiben der Menstruation oder Verdacht auf eine Schwangerschaft frühzeitig einen Arzt aufsuchen, damit eine mögliche Eileiterschwangerschaft rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann.

Warum verstopfen Eileiter?

Infektionen der Geschlechtsorgane, frühere Bauchoperationen oder Erkrankungen wie Endometriose können zu teilweisen oder vollständigen Verschlüssen der Eileiter führen. Verwachsungen entstehen häufig durch sexuell übertragbare Infektionen oder durch Entzündungen im Zusammenhang mit intrauterinen Verhütungsmitteln.

Auch Tuberkulose oder ein geplatzter Blinddarm können Infektionen verursachen, die die Eileiter schädigen. Die daraus entstehenden Verwachsungen können die natürliche Struktur der Eileiter beeinträchtigen, sodass Eizelle und Spermium nicht mehr zusammenfinden können und eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg erschwert oder unmöglich wird.

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